Definiton von Weinbrand und Branntwein

Weinbrand ist ein Destillat aus Trauben, allein durch sie ergibt sich der Alkohlgehalt. Der Mindestalkoholgehalt bei Weinbrand beträgt mindestens 36% Vol. Bei Branntwein hingegen, handelt es sich um einen Überbegriff. Er beschreibt alle Spirituosen, die durch Brennen hergestellt werden.

Aber Cognac ist doch ein Weinbrand, oder?

Das war mal früher so. Gerade im deutsprachigen Raum wurde bis in frühe 20. Jahrundert jeder Weinbrand als “Cognac” bezeichnet, egal ob er aus der Cognac Region stammt oder nicht. Chantré, Mariacron, Asbachuralt - alles Cognac. Das hält sich bis heute noch hartnäckig in den Köpfen der Leute. Tatsächlich dürfen sich aber nur Weindestillate aus der Region Cognac auch als Cognac bezeichnen. Das gilt seit dem Ende des 1. Weltkriegs, nachdem das Deutsche Reich im Rahmen der Verseiller Verträge den sogenannten Champangerparagraphen unterzeichnen musste. Somit ist jedes deutsche Destillat, das aus Wein oder Trauben gewonnen wird ein Weinbrand.

Und was ist der Unterschied zwischen Weinbrand und Brandy?

Brandy ist in vielen eurpäischen Ländern die Bezeichnung für Weinbrand, sogar in Frankreich. Da Brandies kein Cognac sind, unterliegen sie auch nicht dessen strengen Auflagen. Sie können beispielsweise aus jeden beliebigen Trauben hergestellt werden, was zu anderen Aromen führt, die sich zum Teil deutlich vom Cognac unterscheiden. Geschützt ist nur die Herkunftsbezeichnung “de Jerez” und damit alle Brandies aus der Region Jerez. Dieser Brandy zeichnet sich durch seine Trauben und durch das besondere Herstellungsverfahren, dem Solera-Verfahren aus.