Tequila vs. Mezcal

Es gibt ein paar Schlüsselfaktoren, die Tequila als auch Mezcal so einzigartig machen.

Tequila wird aus 100 % blauer Agave hergestellt, die in bestimmten Regionen von Mexiko (wie z. B. In Jalisco, im Westen von Mexiko) angebaut wird. Das Herz der Agave, wird in erst in heißen Wasserdampf gedämpft bevor es dann zerkleinert, fermentiert und destilliert wird.

Mezcal hingegen, wird hauptsächlich in Oaxaca produziert. Der Agaventyp muss dabei nicht so speziell sein wie beim Tequila, alle Agavensorten sind erlaubt. Für Mezcal werden bis zu 30 verschiedene Agavensorten verwendet, einschließlich der blauen Agave.

Unterschiedliche Produktion
Die Herstellung von Mezcal ist aufwendig. Die Agavenherzen werden geerntet und danach 3 bis 5 Tage gegart. Das ist deshalb notwendig, weil man den, in den Agaven enthaltenen, Zucker gewinnen will. Dieser wird später für die Fermentation verwendet. Der Garvorgang erfolgt in Erdlöchern (Palenques) auf heißem Gestein, oft vulkanischen Urspungs. Dadurch erhält der Mezcal sein, immer hervorstechendes, rauchiges Aroma.

Für Tequila werden die Agavenherzen erst in heißen Wasserdampf gedämpft bevor sie dann zerkleinert, fermentiert und destilliert werden. Einerseits ist das zeitsparend, andererseits gehen Inhalts- und Geschmackstoffe verloren.

Unterschiedliche Zusatzstoffe und Gärung
Tequila muss man unterscheiden in den Mixto- und den 100-Prozent-Tequila. Bei dem sogenannten Mixto-Tequila müssen mindestens 51 Prozent des Zuckers zur Fermentation von der blauen Agave stammen. Der restliche Zucker wird zugesetzt. Da Tequila häufig industriell hergestellt wird, werden Gärungsbeschleuniger und Zuchthefen eingesetzt. 100-Prozent-Tequila ist also das reinere Produkt, das von Vielen bevorzugt wird.

Bei Mezcal sind die 100 Prozent Zuckeranteil aus Agaven wesentlich üblicher. Sollte Fremdzucker hinzugegeben werden, sind 20 Prozent die Regel. Hefe oder Zuchthefe wird nicht eingesetzt, daher dauert der Vergärungsprozess recht lange. Aber wie sagt man so schön: gut Ding braucht Weile.

Die Destillation
Mezcal wird 2-fach destilliert, häufig in einfachen Brennblasen. Tequila hingegen wird dagegen im kostant im Säulenverfahren gebrannt, da im großen Stil produziert wird.

Die Raupe
Eine Raupe oder gar ein Wurm findet man in Tequila nicht. Das ist bloß ein Gerücht. Einige Mezcal-Sorten werden hingegen mit einer Schmetterlingsraupe in der Flasche angeboten. Mit der Raupe hat man ursprünglich die Qualität des Mezcals festgestellt. Löste sich die Raupe im Mezcal auf, so war die Qualität schlecht.